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Der Sinn des Lebens
           
Der Sinn des Lebens
           
von Helmut Marnet
               
            
Wohl schon seit es Menschen gibt,
ist eine Frage sehr beliebt.
Doch seither rätselt man vergebens
nach dem wahren Sinn des Lebens.

Schon die alten Griechen plagte,
dass die Erkenntnis hier versagte.
In allen irdischen Kulturen
suchte man umsonst nach Spuren.

Eins ist, bei näherem Betrachten,
ohne Zweifel zu beachten.
Um die Antwort zu studieren,
muss man Begriffe definieren.

Unklar ist schon zu Beginn,
was versteht man unter „Sinn“...?
             
Soll es einzig und allein
einem Zwecke dienlich sein...?
Oder sollen wir desgleichen
ein bestimmtes Ziel erreichen...?

Wie die Betrachtung auch beweist,
ist längst nicht klar, was „Leben“ heißt.

Meint man hier die Existenzen
in individuellen Grenzen...?
Oder wäre eher passend
alles Leben, ganz umfassend…?

Ist uns gar der Sinn im Leben
von Gott oder Natur gegeben…?
Wenn ja, so fragen wir bewegt,
wo ist die Lösung hinterlegt…?

Hat eine Macht Regie geführt,
der unser ganzer Dank gebührt…?
Oder war es letztlich nur
ein purer Zufall der Natur…?

Anstatt die Antworten zu finden,
muss man sich mit Fragen schinden.
Je mehr wir in die Tiefe gehen,
je weniger ist Licht zu sehen.
      
So sehr wir auf die Antwort hoffen,
sie bleibt wohl immer für uns offen.
          
Zum Trost ist wohl zu überlegen,
käme sie uns denn entgegen…?
Wär’ die Erkenntnis „allgemein“,
wer würde dann zufrieden sein…?
            
Wär’ der Sinn an sich gefunden,
dann wären wir an ihn gebunden.
Auf vieles müssten wir verzichten
und uns nach der Erkenntnis richten.
              
Wohl mancher würde sich entscheiden,
die Erkenntnis abzustreiten
und würd’ stattdessen drauf bestehen,
sie individuell zu sehen.

Es erscheint, als sei dem Leben
kein allgemeiner Sinn gegeben.
Auf den ersten Blick gesehen,
scheint eine Leere zu entstehen.

Doch dieses, und nur dies allein,
erlaubt es Menschen, frei zu sein.

Frei sein, um sich zu entscheiden,
Dinge tun oder sie meiden,
das Wesentliche selbst gestalten,
den freien Willen zu entfalten.

Der Sinn, er würde uns beengen,
mit seinen vorgegebnen Zwängen.
Und damit wären wohl entschieden
die allerwenigsten zufrieden.

So ist es wohl ein Glück zu nennen,
den Sinn des Lebens nicht kennen.
Dies gibt die Freiheit, unsrem Leben
den Sinn ganz einfach selbst zu geben.


© Helmut Marnet 2009
www.einfach-so.net